Jahresthemen

Jahresthemen

Jedes Jahr widmet sich der Südtiroler Monitoringausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einem Thema der UN-Konvention. Damit wird überprüft, ob die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Südtirol zu diesem speziellen Thema garantiert werden. Aufbauend auf einer quantitativen und qualitativen Analyse werden die Ergebnisse und Forderungen den politischen Entscheidungsträgerinnen und –trägern vorgebracht.

Für das Jahr 2018 hat der Südtiroler Monitoringausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen das Jahresthema „Selbstbestimmtes Wohnen mit Schwerpunkt persönliche Assistenz“ gewählt.

Der Artikel 19 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen legt fest, dass Menschen mit Behinderungen das Recht haben, mit gleichen Wahlmöglichkeiten wie andere Menschen in der Gemeinschaft zu leben und zu entscheiden, wo, wie und mit wem sie leben möchten. Sie dürfen dabei nicht dazu verpflichtet werden, in besonderen Wohnformen zu leben. Um dieses Recht voll genießen zu können müssen Menschen mit Behinderungen Zugang zu einer Reihe von gemeindenahen Unterstützungsdiensten zu Hause und in Einrichtungen sowie zu Dienstleistungen und Einrichtungen, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen, erhalten.
Das Landesgesetz Nr. 7 vom 14. Juli 2015 regelt in Abschnitt 6 das Thema „Wohnen“. Dabei werden die Grundsätze der UN-Konvention aufgegriffen und im Detail beschrieben. Das Landesgesetz sieht eine Reihe von Diensten und Leistungen im Bereich Wohnen vor, welche von den Sozialdiensten erbracht werden. Das Landesgesetz sieht abschließend noch einen Zugang zu den Programmen des sozialen Wohnbaus vor, welcher die Wohnbedürfnisse von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt.

Im Jahr 2018 wurde anhand einer Datenanalyse die Wohnsituation von Menschen mit Behinderungen in Südtirol erfasst. Zusätzlich zur Datenanalyse wurden Gespräche/Interviews mit Expertinnen und Experten, Verantwortlichen von Organisationen, Verbänden, Sozialsprengeln und Bezirksgemeinschaften geführt. Die Ergebnisse werden in einem Bericht festgehalten. Der Bericht enthält Handlungsempfehlungen zum Thema „Selbstbestimmtes Wohnen mit Schwerpunkt persönliche Assistenz“, welche ausgehend von den erhobenen Daten erarbeitet wurden und den politischen Entscheidungsträger/innen vorgestellt werden.

26.10.2018 Tagung Monitoringausschuss – Material

25.01.2019 Handlungsempfehlungen

Der Südtiroler Monitoringausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat als Jahresthema 2017 die „Unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft (Artikel 19 UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen) gewählt. Laut Artikel 19 der UN-Konvention haben Menschen mit Behinderungen das Recht, mit gleichen Wahlmöglichkeiten wie andere Menschen in der Gemeinschaft zu leben.
Dieses Recht wird auch vom Landesgesetz vom 14.Juli 2015 (14. Leerzeichen fehlt) Nr. 7 über Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen übernommen und umfasst mehrere Bereiche des Lebens.
Das Thema "Unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft" ist vielschichtig. Der Südtiroler Monitoringausschuss hat sich daher auf die drei wesentlichen Aspekte Arbeit und Beschäftigung, Wohnen und Mobilität konzentriert und sich mit diesen Bereichen näher auseinandergesetzt.
Die aktuelle Situation in Südtirol in den drei genannten Bereichen wurde anhand einer Informations- und Datensammlung, anhand von Erfahrungsberichten von Seiten der Mitglieder des Monitoringausschusses sowie durch eine aktive Einbeziehung der Bevölkerung, im Rahmen der öffentlichen Sitzung 2017 erfasst.

Ergebnisse der ersten öffentlichen Sitzung des Südtiroler Monitoringausschusses:
Ziel der ersten öffentlichen Sitzung im Oktober 2017 war es, direkt und indirekt betroffene Personen zu fragen, was Menschen mit Behinderungen in Südtirol brauchen, um ein unabhängiges Leben zu führen und voll in die Gemeinschaft einbezogen zu sein. In diesem ersten Schritt ging es folglich ausschließlich darum, einen Eindruck zu erhalten, welche Bedürfnisse die direkt und indirekt betroffenen Personen zum Thema des unabhängigen und in die Gemeinschaft einbezogenen Lebens äußern.

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