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Monitoringausschuss: Gewaltschutz, Arbeitsmarkt und inklusive Jugendarbeit im Fokus
Bei seiner vierten internen Sitzung des Jahres befasste sich der Südtiroler Monitoringausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen mit dem Jahresthema 2026 „Gewalt an Menschen mit Behinderungen“. Weitere Themen waren die Teilhabe am Arbeitsmarkt und inklusive Jugendarbeit.
Nach der Sommerpause hat sich der Südtiroler Monitoringausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen am 22. September im Südtiroler Landtag zu seiner vierten internen Sitzung des Jahres getroffen. Im Mittelpunkt standen das Jahresthema „Gewalt an Menschen mit Behinderungen“, die Vorbereitung der öffentlichen Sitzung 2027 sowie konkrete Initiativen zu Arbeit, Inklusion und Teilhabe.
„Gewalt an Menschen mit Behinderungen bleibt noch zu oft unsichtbar. Wir wollen gemeinsam mit Betroffenen aufzeigen, wo Schutz fehlt und was sich konkret ändern muss“, betont die Vorsitzende des Monitoringausschusses, Brigitte Hofer. Bei der öffentlichen Sitzung „Gemeinsam gegen Gewalt an Menschen mit Behinderungen: Was wir brauchen, was wir fordern“ am 28. Jänner 2027 sollen konkrete Forderungen zu Schutz, Prävention, Anlaufstellen und Gewalt im institutionellen Kontext erarbeitet werden.
Besprochen wurden zudem geplante Sensibilisierungsaktionen zum Jahresthema. Rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November soll insbesondere auf die Situation von Frauen mit Behinderungen aufmerksam gemacht werden.
Zu Gast war Ulrich Seitz, persönlicher Beauftragter des Bürgermeisters von Bozen für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Er stellte den Beratungsschalter für Menschen mit Behinderungen im Bürgerzentrum vor und berichtete über häufige Anliegen der Betroffenen, insbesondere im Kontakt mit öffentlichen Körperschaften. Zudem informierte er über die Idee eines Job-Speed-Datings, mit dem Menschen mit Behinderungen und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gezielt zusammengebracht und neue Zugänge zum Arbeitsmarkt geschaffen werden sollen. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auch auf Personen mit höherem Bildungsabschluss gelegt werden, die bislang noch keine konkrete Erfahrung im Erwerbsleben sammeln konnten.
Der Dachverband netz | Offene Jugendarbeit, vertreten durch Marina Peter und Simon Feichter, stellte das Erasmus+-Projekt „InklusivAktiv – Die Toolbox für inklusive Jugendarbeit“ vor, das gemeinsam mit der Bundesjugendvertretung Österreich umgesetzt wird. Ziel ist es, im Frühjahr 2027 eine praxisnahe Toolbox für Fachkräfte der Jugendarbeit zu veröffentlichen, die dabei unterstützt, Barrieren frühzeitig zu erkennen und inklusive Angebote zu gestalten.
Weitere Themen der Sitzung waren aktuelle Entwicklungen aus dem Büro des Monitoringausschusses und vonseiten seiner Mitglieder sowie ein Rückblick auf die Aktionen zum Disability Pride Month 2026.
GSR/MoAu

