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Monitoringausschuss übergibt strategische Forderungen zu Bildung und Mobilität
„Teilhabe ist eine ganz konkrete Sache: in der Schule, auf dem Weg dorthin und im Zugang zu Mobilität. Mit diesen Forderungen zu Bildung und Mobilität greifen wir deshalb zwei Bereiche auf, die für ein selbstbestimmtes Leben von zentraler Bedeutung sind“, betont Brigitte Hofer, Vorsitzende des Südtiroler Monitoringausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, anlässlich der Übergabe an die Landeshauptmannstellvertreter Galateo und Alfreider sowie Landesrat Achammer.
(Link zu Video- und Audioaufnahmen am Textende)
Der Südtiroler Monitoringausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat am heutigen Montag (30. März 2026) im Rahmen seiner zweiten Sitzung im Jahr 2026 den zweiten von drei Teilen seiner strategischen Forderungen zur Verbesserung der Teilhabe und Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen am politischen und sozialen Geschehen vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen diesmal die Bereiche Bildung und Mobilität. Der nun vorgelegte zweite Teil knüpft an die im Dezember präsentierten Forderungen an und ist Bestandteil einer mehrteiligen Gesamtstrategie zur Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderungen. Grundlage dafür bilden die Ergebnisse der Workshops der öffentlichen Sitzung vom 19. November 2024.
Die Forderungen wurden von den Ausschussmitgliedern Robert Mumelter, Heidi Ulm, Greta Bortolotti, Michela Zippo, Sara Valentini und Sergio Piccinelli gemeinsam mit der Vorsitzenden Brigitte Hofer den zuständigen Mitgliedern der Landesregierung vorgestellt und übergeben:
- Marco Galateo, Landeshauptmannstellvertreter, Landesrat für Italienische Bildung und Kultur sowie Wirtschaftliche Entwicklung,
- Daniel Alfreider, Landeshauptmannstellvertreter, Landesrat für Ladinische Bildung und Kultur, Infrastrukturen und Mobilität,
- Philipp Achammer, Landesrat für Deutsche Bildung und Kultur, Bildungsförderung, Kulturgüter, Innovation, Forschung, Universität und Museen.
Forderungen im Überblick
An Marco Galateo, Daniel Alfreider und Philipp Achammer im Bereich Bildung:
- barrierefreie politische Bildung in Schulen stärker fördern;
- Persönliches Lebensprojekt:
a) Vorsehung eines Moduls zur politischen Bildung,
b) das Lebensprojekt laut GvD 62/2024 in den Schulen stärker fördern; - die „persönliche Zukunftsplanung“ stärken;
- Teilhabe in allen Schulstufen und beim Einstieg in die Berufswelt sichern;
- Matura-Zugang über die Berufsbildung für alle ermöglichen;
- Förderung und Bewusstseinsbildung für Gebärdensprache im Unterricht;
- mehr Integrationslehrpersonen durch attraktive Rahmenbedingungen sichern.
An Daniel Alfreider im Bereich Mobilität
- fehlende Durchführungsbestimmungen im Mobilitätsbereich umsetzen;
- den öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zugänglich gestalten;
- Meldesysteme für Mobilitätsbarrieren niederschwellig und barrierefrei gestalten.
Stimmen aus der Politik
Landeshauptmannstellvertreter und Landesrat Marco Galateo unterstrich die Bedeutung der Forderungen im Bereich Bildung: „Wir müssen sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler, ob mit oder ohne Behinderung, die gleichen Bildungschancen erhalten. Die Forderungen des Monitoringausschusses sind ein wesentlicher Schritt in diese Richtung. Es geht darum, die volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am sozialen und zivilen Leben zu fördern. Der bereits eingeschlagene Weg wird durch einen integrierten, interinstitutionellen und zukunftsorientierten Ansatz weiterentwickelt. “
Landeshauptmannstellvertreter und Landesrat Daniel Alfreider betonte: „Es ist von großer Bedeutung, dass wir Bildung und Mobilität gemeinsam denken. Inklusion ist dabei ebenso zentral wie barrierefreie Mobilität, um allen Menschen eine vollständige Teilhabe zu ermöglichen.“
Und Landesrat Philipp Achammer erklärte: „Die Umsetzung barrierefreier Bildung ist ein Prozess, der unsere ständige Aufmerksamkeit erfordert. Ich schätze die kontinuierliche Arbeit und konstruktiven Vorschläge des Monitoringausschusses sehr, ebenso wie die gute Zusammenarbeit.“
Die Vorsitzende des Monitoringausschusses, Brigitte Hofer, dankte für den Austausch und hielt abschließend fest: „Mit diesem Teil unserer Forderungen rücken wir zwei Bereiche in den Mittelpunkt, die für selbstbestimmte Teilhabe besonders wichtig sind: Bildung und Mobilität. Unser Anliegen ist es, hier weitere positive Entwicklungen anzustoßen.“
Weitere Themen der Sitzung
Weitere Themen der Sitzung waren das landesweite Schulprojekt „Ideenwettbewerb Barrierefreie Mobilität für Mittelschulklassen“, dessen Abschlussveranstaltung am 5. Mai 2026 im Palais Widmann stattfinden wird, sowie die Planung der öffentlichen Sitzung zum Jahresthema „Gewalt an Menschen mit Behinderungen“ am 28. Januar 2027.
Pressekontakt
Brigitte Hofer
Gleichstellungsrätin und Vorsitzende des Südtiroler Monitoringausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Cavourstraße 23c
39100 Bozen
E-Mail: info@gleichstellungsraetin-bz.org
Tel. 0471 946003
Links zu Video- und Audioaufnahmen (Quelle: Monitoringausschuss/GNews):
- Allgemeine Videoaufnahmen - Südtiroler Monitoringausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Übergabe strategische Forderungen an Landesräte Achammer, Galateo und Alfreider https://we.tl/t-2SE0SzQYGZjcMNKv
- Statement Brigitte Hofer (Audio e Video) https://we.tl/t-eSwhkgtJP1DV49jd
- Statement Philipp Achammer (Audio e Video) https://we.tl/t-9CcgbuymhSwv7E0u
- Statement Marco Galateo (it., Audio e Video) https://we.tl/t-YwAoS16OMuznN7D8
- Statement Daniel Alfreider (Audio e Video) https://we.tl/t-tvt6et1CrD6Wg1Ob
- Statement Daniel Alfreider (ladinisch, Audio e Video) https://we.tl/t-gqjNCc3hUwtkU7zv
GSR/MoAu

