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Delegation aus Thüringen im Landtag
Abgeordnete des Thüringer Landtags unter der Leitung von dessen Präsidenten König sowie von Staatssekretär Möller wurde von Südtirols Landtagspräsidenten Schuler empfangen. Delegationsmitglieder erkundigten sich nach der Arbeitsweise des Landtags, der Koalition in der Mehrheit, der Autonomie und den Olympischen Winterspielen.
Südtirols Landtagspräsident Arnold Schuler hat gestern (12. Februar 2026) eine Delegation des Thüringer Landtags in Bozen empfangen. Die Gruppe von Abgeordneten verschiedener Fraktionen sowie Thüringens Landtagspräsident Thadäus König und Staatssekretär David Möller wurden von Natalie Schweitzer, Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in der Region Trentino-Südtirol, begleitet.
Nachdem Landtagspräsident Schuler den Gästen die Geschichte Südtirols und seiner Autonomie, die auch für andere Minderheiten als Vorbild dient, die laufende Reform sowie die Verhandlungen, die zur aktuellen Regierungsmehrheit geführt haben, erläutert hatte, stellten die Delegationsmitglieder eine Reihe von Fragen. Das Interesse von Delegationsleitung und den Landtagsabgeordneten Matthias Herzog, Roberto Kobelt, Cornelia Urban und Andreas Schubert galt insbesondere der Mehrsprachigkeit im Landtag und der Anzahl der jährlichen Sitzungsfolgen, der Arbeitsweise bei der Präsenz von 14 Fraktionen, der Beteiligung von Fratelli d'Italia an der Regierungskoalition sowie den Bezügen von Landtagsabgeordneten und Mitgliedern der Landesregierung.
Präsident Schuler erklärte die Arbeitsweise des Landtages, die Dynamiken rund um die Bildung der Regierungsmehrheit im Zusammenhang mit den Verhandlungen zur Autonomiereform mit der italienischen Regierung und die Auswirkungen der Beteiligung von elf Abgeordneten der Mehrheit in der Landesregierung auf die parlamentarische Tätigkeit. Er betonte zudem, dass es zwar nach wie vor politische Kräfte gebe, die Druck Richtung einer Unabhängigkeit für Südtirol ausüben, man aber sagen könne, dass „die Autonomie funktioniert”. Thematisiert wurde außerdem die Beteiligung Südtirols an den Olympischen Winterspielen durch den Austragungsort Antholz und die Teilnahme von Südtiroler Athletinnen und Athleten, ein Beispiel dafür, wie Autonomie auch bei aktuellen Großereignissen konkrete Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Abschließend hob Präsident Schuler hervor, dass die Autonomie maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg Südtirols beigetragen habe und zugleich die notwendigen Handlungsspielräume biete, um durch lokal verankerte Entscheidungen die Zukunft in vielen Bereichen aktiv und verantwortungsvoll zu gestalten.
LT

